Mit dieser Technik kann man Stempelungen auf ganz einfache Art eine besondere Note geben. In Verbindung mit dem Einbrennpulver wirkt die Stempelkontur auf dem Untergrund erhaben.

Zur Stempeltechnik benötigt man einen Stempel, Stempelfarbe, Einbrennpulver und zum Einbrennen ‚Hitze'.

Zum Thema ‚Stempel':
Geeignet ist jeder Stempel.

Zum Thema ‚Stempelfarbe':
Für die Embossing-Stempeltechnik eignen sich nur solche Stempelkissen, die den Begriff ‚Embossing' tragen. Diese Stempelkissen sind mit einer speziellen Farbe getränkt, die nicht so schnell austrocknet. Büro-Stempelkissen sind nicht geeignet, weil die Farbe sehr schnell trocknet und das Einbrennpulver auf der Stempelkontur nicht haften kann. Das Embossing-Stempelkissen ist durch die spezielle Farbe lange haltbar.
Es gibt unterschiedliche Farben. Die Palette ist groß. Zusätzlich gibt es noch die Metallic-Stempelfarben in Gold und in Silber.

Zum Thema ‚Einbrennpulver':
Die Pulver gibt es in verschiedenen Farben und Arten:
Die Farbpulver in Weiß, Schwarz und vielen bunten Farben.
Die Metallic-Pulver im Schwerpunkt in Gold und Silber.
Die Glimmerpulver - zum einen in Gold und Silber und verschiedene Farbpulver.
Transparentpulver - ohne Farbe.

Die Farbpulver, die Metallic-Pulver und die Glitter- oder Flitterpulver decken die gestempelte Kontur vollständig ab. Das heißt, wenn z. B. die Stempelung schwarz ist und goldenes Pulver darüber gestreut wird, erscheint die eingebrannte Stempelung in Gold. Oder wenn die Stempelung gold ist und schwarzes Pulver darüber gestreut wird, erscheint die eingebrannte Stempelung schwarz.
Das Transparentpulver und die Glimmer-Pulver lassen die Stempelfarbe durchscheinen.

Zum Thema ‚Hitze':
Zum Einbrennen des Pulvers wird Hitze benötigt. Optimal ist die Hitze aus einem Heißluftfön (aus einem Bastelladen oder Baumarkt). Ein normaler Haarfön ist nicht geeignet, weil der Luftstrom zu stark ist und das Pulver von der Stempelkontur bläst, ohne es einzubrennen.
Es funktioniert auch ein ausrangierter Toaster. Die Hitze kommt oben heraus und die Stempelung mit dem Pulver kann man darüber halten.
Es geht aber auch auf der Platte eines Elektro-Herdes oder einer Ceran-Herdplatte. Dabei ist es sinnvoll, die Platte mit Alufolie zum Schutz abzudecken. Die Karte wird, mit der bepuderten Stempelung nach oben gerichtet, flach auf die Platte gelegt. Hierbei ist die Embossing-Technik nur auf einer Seite des Papiers möglich, da die eingebrannte Stempelkontur bei Hitze wieder schmilzt und beim umgedrehten Auflegen auf die Platte zerstört wird.
Noch eine andere Möglichkeit ist ein umgelegtes Encaustic-Eisen, wenn man es im Besitz hat. Auch hier ist nur eine einseitige Anwendung der Embossing-Technik möglich.

Anwendung:
Am sichersten ist es, wenn man das Stempelkissen in die Hand nimmt und damit über den Stempel ganz vorsichtig ‚läuft'. So ist es auch egal, welche Größe Stempelkissen und Stempel haben. Es ist nicht viel Stempelfarbe nötig. Besonders bei neuen Stempelkissen (sie haben noch sehr viel Farbe) sollte man keinen Druck ausüben, sonst setzen sich die feinen Rillen voll Farbe und die Stempelung wird unsauber.
Zum eigentlichen Stempeln wird der Stempel vorsichtig auf das Papier gesetzt und mit leichtem Druck (bei festem Druck kann der Stempel verrutschen) nach oben, unten, rechts und links sanft gewogen - natürlich ohne dass der Stempel verrutscht. Das ist wichtig, weil sonst Teile des Stempels unvollständig sein können. Danach den Stempel schnell vom Untergrund heben.

Ich sage immer ‚Sauberes Stempeln will gelernt sein'. Das ist nicht schwer. Immer erst mehrmals auf einem Blatt Papier üben, bevor man eine teure Karte bestempelt.

Wenn die Stempelung auf der Karte ist, wird das Pulver darüber gestreut ruhig reichlich. Dann wird das überschüssige Pulver auf ein bereitgelegtes Papier abgeschüttet. Wenn nötig, von hinten die Karte leicht anschlagen, nicht zu heftig, sonst fällt auch das Pulver von der Farbe wieder ab. Wenn das passiert ist, einfach wieder Pulver darüber streuen - die Farbe ist noch feucht. Wichtig ist, dass das Pulver nur auf der Stempelkontur bleibt. Evtl. mit einem kleinen Pinsel haftende Pulverreste abpinseln.

Zum Schluß wird das Pulver durch Hitze geschmolzen und dadurch in das Papier ‚eingebrannt'. Das eingebrannte Pulver ist vollkommen fest und lässt sich nicht mehr vom Papier entfernen.

Tipps:
Wichtig ist das vorherige Üben.
Das überschüssige Pulver immer wieder in die Dose zurück schütten. Es ist immer wieder zu gebrauchen.
Ich habe immer auf einem Teller ein feuchtes Schwammtuch neben mir stehen. Darauf drücke ich ab und zu meinen gefärbten Stempel - so reinige ich ihn grob, das sorgt für saubere Stempelungen.
Zwischendurch das Stempelkissen schließen, wenn es nicht benötigt wird - das schützt vor unbeabsichtigtem Einfärben der Kleidung die Stempelfarbe geht aus Stoff schwer heraus!
Nach dem Einbrennen kann es sein, dass sich die Karte leicht wellt - keine Panik! Am nächsten Tag ist die Wellung wieder verschwunden.

Viel Erfolg beim Stempeln!
Wenn noch Fragen offen sind, können Sie mich gerne fragen: