Eine Schleife zu binden ist für viele immer wieder eine große Schwierigkeit. Mit guter Technik ist es gar nicht so schwer. Ich habe versucht, Ihnen in einzelnen Schritten mit Text und Bild das Schleifenbinden näher zu bringen. Es sieht am Anfang sehr komplex aus, aber wenn Sie öfter geübt haben, das ist ganz wichtig beim Schleifenbinden, geht alles automatisch. Die Anleitung bezieht sich immer wieder auf die gleiche Grund-Technik in jeweils abgewandelter Form. Damit sind Sie in der Lage, mit nur einer Schleifentechnik verschiedene Schleifen zu binden. Viel Spaß beim Üben!

 

Einfache Schleife:
Für die einfache Schleife lege ich das Band über Kreuz, so dass nach oben hin eine Schlaufe entsteht (a). Diese drücke ich in der Mitte von hinten nach vorne (b) auf das entstandene Kreuz und nehme die Schleife quer, ohne alles loszulassen. An der Kreuzungsstelle rüsche ich die Schleife zusammen (c). Achten Sie bei glatten Bändern darauf, dass beim Rüschen sich die Bänder nicht zusammenschieben, sondern dass sie richtig ‚zusammengeknautscht’ werden (das bewirkt ein schöneres Aussehen der Schleife!).

Ich halte immer noch die Schleife fest und lege ein dünnes Band oder Draht (zum Zusammenbinden) über die gerüschte Stelle (d) und fasse dieses Band oder den Draht hinten eng zusammen (e). Schließlich halte ich nur meine beiden dünnen Band-Enden oder Draht-Enden zusammen. Dadurch bin ich jetzt in der Lage, meine Schleife, wenn es erforderlich ist, noch zu korrigieren, das heißt an den Ösen oder an den Schleifen-Enden etwas zu ziehen. Wenn sie gut sitzt, knicke ich die Schleife an der Stelle, an der das Band oder der Draht sitzt, fest zusammen, ohne die Schleifen-Ösen zu verdrücken. Dadurch kann die Schleife nicht mehr verrutschen und ich kann problemlos mein dünnes Band mit einem Doppelknoten schließen (f) oder den Draht fest verdrehen (am besten mit einer Zange). Beim Abbinden achte ich immer sehr darauf, dass die Abbindestelle ganz eng geschlossen ist, damit sich die Schleife nicht mehr aufziehen kann.

Doppelschleife:
Für diese Schleife arbeite ich zuerst von (a) bis (c). Dann fasse ich die Schleife mit Daumen und Zeigefinger so an, dass die abfallenden Band-Enden immer in Richtung der Verlängerung des Armes gerichtet sind (g). Nun lege ich ein Band-Ende als Schlaufe von der einen Seite der Schleife zur anderen Seite (h) und knautsche es zwischen meine beiden Finger (i). Genauso arbeite ich mit dem anderen Band-Ende, so dass sich die beiden Band-Enden zwischen meinen beiden Fingern überkreuzen (j). Danach geht es wieder weiter mit (d) bis (f).

Mehrfachschleife:
Diese Schleife geht wie die Doppelschleife. Wenn ich bei (j) angekommen bin, lege ich wieder eine Schlaufe dazu und fahre immer so fort, bis ich meine gewünschte Anzahl an Schlaufen habe (k). Ein kleiner Tipp: Wenn ich viele Schlaufen mache, dann lege ich den Daumen und den Zeigefinger sehr flach gegeneinander und habe so eine größere Fingerfläche, um die einzelnen Bänder zu halten (oft werden nur die Fingerspitzen zusammengedrückt, was wesentlich schwieriger ist).

Wenn ich kurze oder längere, am besten unterschiedlich lange Bandstücke, zusätzlich zu meiner Schleife zwischen die Finger lege, habe ich mehrere Hänger, was, je nach Bandart, besonders bei Kordeln und schmalen Bändern, sehr schön aussehen kann (l und m).